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Multiple Sklerose Ursache und Betreuung – lesen Sie hier Wissenswertes über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten

Was genau ist eine multiple Sklerose?

Eine multiple Sklerose gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen und wird abgeleitet aus dem Lateinischen „multiplex“ für vielfach und dem Wort „skleros“ für hart. In der Medizin wird auch von einer Polysklerose gesprochen („polys“ bedeutet viel, zahlreich).

Des Weiteren wird die Krankheit als „Encephalomyelitis disseminta“ bezeichnet (griech. enkephalos = Gehirn, myelos = Mark; lat. disseminare = aussäen, ausstreuen), da die krankheitsspezifischen Entzündungen des Gehirns und des Rückenmarks an mehreren Stellen verstreut vorkommen können.

Welche Phasen und Symptome gibt es bei multipler Sklerose?

Die multiple Sklerose gilt als „Krankheit der tausend Gesichter“ und zeigt sich in seinen Beschwerden von Patient zu Patient in unterschiedlicher Form und Weise.

Typische Beschwerdephasen sind:

Bei jeder Verlaufsform kann es zu verschiedensten Symptomen kommen, die sich individuell unterscheiden. Krankheitstypische Anzeichen, die in ihrer Art oft vorkommen, sind:

  1. Sehstörungen: Die multiple Sklerose beeinträchtigt die Nervenfasern in ihrer Reizweiterleitung, wodurch es zu unterschiedlichen Sehbeschwerden kommen kann:
  2. Störung des Farbensehens
  3. Unscharfes Sehen
  4.  Erblindung, zeitweise
  5. Doppelbilder
  6. Augenzittern
  7. Sensibilitätsstörungen treten bei MS häufig auf. Diese treten in Form von Kribbeln in Gliedmaßen oder Rumpf oder als Taubheitsgefühl auf.
  8. Muskelschwäche und Lähmung: In häufigen Fällen tritt im Krankheitsverlauf eine Muskelschwäche in Armen oder Beinen auf, aus der eine Lähmungserscheinung oder Spastik und damit verbundene Schmerzen hervorgehen kann.
  9. Bewegungsstörungen: Durch die Beeinträchtigung der Nervenfasern in Teilen des Kleinhirns (über das Kleinhirn laufen circa 200 Millionen Nervenfasern, welche zuständig sind für ganz unterschiedliche Aufgaben des Körpers) kann es zur Entstehung von krankheitstypischen Symptomen kommen:
  10. Unsichere Bewegungen (Ataxie)
  11. Zittern (Tremor)
  12. Koordinationsprobleme
  13. Schwankender, unsicherer Gang (Gangataxie)
  14. Fatigue: Hierunter versteht man das sogenannte Erschöpfungssyndrom. Betroffene leiden unter ausgeprägter Müdigkeit und Erschöpfungszuständen, da das Gehirn versucht, die Schäden an den Nervenfasern im Rückenmark und Gehirn auszugleichen. Diese Tatsache ist energieraubend und anstrengend.
  15. Bei der MS treten in den meisten Fällen Blasenstörungen in ganz verschiedenen Formen auf:
  16. Ständiger Harndrang
  17. „Starthemmungen“
  18. Nicht vollständige Entleerung der Blase (Restharn)
  19. Schmerzen
  20. als klares Anzeichen der Erkrankung, beispielsweise wenn der Sehnerv entzündungsbedingt zu Schmerzen führt
  21. als indirekte Folge anderer Symptome (z.B. Gelenk- und Muskelschmerzen bei einer Spastik)

Ursachen und Auslöser von Multiple Sklerose

Es gibt mehrere Ansätze von Wissenschaftlern, die die möglichen Ursachen von MS untersuchen.

Wie kann MS diagnostiziert werden?

Da die multiple Sklerose eine sehr umfassende Krankheit ist, die mit den unterschiedlichsten Symptomen einhergeht, kann die sichere Diagnosestellung sehr schwierig und langwierig sein und einige ärztliche Untersuchungen erfordern. Der Hausarzt wird die Vermutungen prüfen und gegebenenfalls an einen Neurologen überweisen. Dieser Spezialist für das Nervensystem kann MS durch folgende Untersuchungen feststellen:

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei multipler Sklerose?

Die Behandlung von MS basiert auf vier unterschiedlichen Säulen:

  1. Schubtherapie: Bei dieser Therapie wird versucht, mit Unterstützung von Kortisonpräparaten die Symptome und Beschwerden zu lindern. Diese Schubtherapie sollte nach Möglichkeit innerhalb von 2 bis 5 Tagen nach Beschwerdebeginn stationär behandelt werden, um mögliche Nebenwirkungen besser im Blick zu haben und den weiteren Therapieverlauf zusammen mit dem Neurologen besprechen zu können. Angewandte Kortsisonpräparate sind beispielsweise Kortikoide, Glukokortikoide oder Kortikosteroide. Reichen diese Medikamente nicht gänzlich aus, kann eine Blutwäsche durchgeführt werden. (Plasmapherese). Eine Unterform der Schubtherapie ist die Kortison-Pulstherapie, durch welche die Entzündungsprozesse unterdrückt werden sollen. Wasseransammlungen im Gehirn werden gemindert und die Impulsweiterleitung der Nerven gefördert. Das Kortison wird oral oder intravenös als Infusion verabreicht. Am häufigsten kommt das Methylprednisolon zum Einsatz. Kortison bringt leider einige mögliche Nebenwirkungen mit sich: Innere Unruhe, Appetitzunahme, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Gesichtsrötung oder innere Unruhe. Selten treten Magengeschwüre, Bluthochdruck, Magen-Darm-Blutungen, erhöhter Augeninnendruck oder Wassereinlagerungen auf. Bei der Blutwäsche werden die Immunglobuline aus dem Blut gefiltert; diese wird durchschnittlich vier bis sechs Mal widerholt. In komplizierten Fällen, bei denen die Therapie nicht greift, werden sogenannte Immunsuppressiva verordnet, die das Immunsystem unterdrücken (Langzeittherapie).
  2. Verlaufsmodifizierte Therapie: Diese Form der Therapie soll die Schwere und Häufigkeit der Schübe mindern und das Krankheitsfortschreiten verlangsamen. Wie lange die Medikamente eingenommen werden, wird individuell von Fall zu Fall entschieden. Diese Basistherapie kann über Monate oder Jahre angewandt werden, wenn die Medikamente wirken. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind unbedingt ratsam und bei einigen Präparaten vorgeschrieben. Die bei dieser Therapieform verordneten Medikamente gehören zur Gruppe der Immunmodulatoren, mit denen Immunreaktionen und Aktivitäten des Immunsystems gezielt unterbunden oder abgeändert (Immunsuppressiva) werden können. Welche Medikamente genommen werden, ist abhängig von Verlauf und Schwere der Krankheit und weiteren Aspekte wie zum Beispiel das Alter. Treten keine Schübe mehr auf, kann die Therapie in Absprache mit dem behandelnden Arzt unterbrochen werden.
  3. Bei der symptomatischen Therapie werden sowohl medikamentöse und auch nicht-medikamentöse Maßnahmen eingesetzt, da eine MS verschiedenste Anzeichen wie beispielsweise eine gestörte Blasenfunktion, eine Störung der Bewegungskoordination, Erschöpfung oder Muskelkrämpfe auslösen kann. Anhand der auftretenden Beschwerden wird dann eine Therapie ausgesucht, welche die Lebensqualität des Erkrankten fördern und die Beschwerden lindern. Folgend einige Beispiele:
  4. Durch eine Physiotherapie kann die Beweglichkeit länger erhalten bleiben und die Müdigkeit durch das breite Spektrum an Methoden und Techniken verringert werden. Des Weiteren hilft Bewegung, gewisse Spasmen zu lockern. Bei Störungen der Blasenfunktion kann Beckenbodentraining zur Verbesserung führen, der Physiotherapeut gibt Anleitungen zu Übungen, welche die Patienten regelmäßig eigenständig durchführen können. Die Physiotherapie hat weiterhin positive Auswirkungen auf Störungen der Bewegungskoordination, da durch Gurte und Stangen ein sicherer Stand geübt wird. Der Krankengymnast kann Beratungsgespräche führen, wie die Patienten ihren Alltag durchdacht planen können, um Energie zu sparen und unnötige Wege zu minimieren.
  5. Elektrotherapie
  6. Ergotherapie hat die Zielsetzung, dass die Erkrankten so lange wie möglich eine eigenständige und unabhängige Lebensführung aufrechterhalten können. Eine weitere Maßnahme dieser Therapie besteht in der Schulung der Angehörigen und dem sozialen Umfeld im Umgang mit den Patienten. Neue Bewegungen werden gelehrt, wenn die normalen Bewegungsabläufe nicht mehr möglich sind. Unterstützende Hilfsmittel sind beispielsweise ein Gymnastikball zum Gleichgewichtstraining, ein Stehtisch oder Therapieknete. Die wichtigste Voraussetzung für die Ergotherapie ist die Geduld des Patienten, da bereits entstandene Schäden an Gehirn und Körper nicht mehr geheilt werden können, sondern nur durch viel Übung die Eigenständigkeit verlängert werden kann.
  7. Um die unterschiedlichen Anzeichen und Beschwerden zu bekämpfen, können vom behandelnden Arzt verschiedene Medikamente angeordnet werden. Hier gibt es zum Beispiel Arzneimittel gegen Muskelkrämpfe oder Antiepileptika gegen anfallsartige Schmerzen. Ergänzend zur Physiotherapie werden oft entzündungshemmende Medikamente gegen Muskel- oder Gelenkschmerzen verschrieben. Ein wichtiger Bestandteil sind auch Antidepressiva, da MS-Patienten relativ häufig an Depressionen leiden.

Empfehlungen zum Umgang mit multipler Sklerose in Bezug auf die Pflege daheim

Personen, die an MS erkrankt sind, benötigen je nach Pflegegrad unterstützende Hilfe durch eine fachkompetente Pflegekraft; zum Beispiel durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine 24h-Betreuungskraft. Es gibt einige hilfreiche Tipps für die Pflege und Betreuung, welche die Pflegekraft selbst ergreifen kann, damit die Erkrankung des Senioren verbessert werden kann und die Beschwerden, welche durch die MS verursacht werden, gemindert werden können.

Die Anzeichen von multipler Sklerose können sehr unterschiedlich sein. Während eines akuten Schubes kann zeitlich begrenzte Pflege ausreichen, im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit benötigt es meist eine kontinuierliche Unterstützung durch eine Pflegekraft. Bedeutende Ansatzpunkte, die bei der Pflege von MS-Erkrankten wichtig sind:

Fazit: 24 Stunden Betreuungskraft kann bei multipler Sklerose sinnvoll unterstützen

Die 24h-Betreuung bzw. 24h-Pflege ist bei einer Erkrankung an MS ggf. eine sinnvolle Unterstützung. Zusätzlich zu dem Leistungsspektrum, dass auch andere Pflegedienste anbieten, hat es zudem den Vorteil, dass quasi immer eine Person vor Ort in Rufbereitschaft ist. Die Beschäftigung von Pflegekräften aus Osteuropa, speziell einer polnischen Pflegekraft, ist zudem oftmals noch deutlich günstiger als der dauerhafte Platz in einem Pflegeheim (mehr zu Kosten 24 Stunden Pflege). Nicht zuletzt deshalb steigt die Beliebtheit dieser Betreuungsform, wie auch viele Erfahrungen mit 24h Pflege zeigen.