1. Branchenreport für 24-Stunden-Pflege und -Betreuung aus Osteuropa veröffentlicht

Auf Basis von Informationen aus der Datenbank des Pflege-Portals 24h-Pflege-Check.de sowie weiterer interner und externer Quellen wird erstmals ein aktueller Überblick über den Markt für 24-Stunden-Pflege und -Betreuung gegeben. Nachfolgend finden Sie auszugweise einige Informationen und Ergebnisse und können den Branchenreport für häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung auch als PDF herunterladen.

Der 1. Branchenreport für die häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung ist jetzt erschienen
Branchenreport 2020 – Häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung. Mit 35 Abbildungen, Tabellen und Statements.

Mit Stand September 2020 waren 689 Vermittlungsagenturen für häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung im Portal von 24h-Pflege-Check.de registriert. Damit hat sich der Wert seit Gründung des Portals im Jahr 2014 mehr als verdoppelt. Das zunehmende Interesse an Pflegekräften aus Osteuropa begründet sich hauptsächlich in der Vorstellung vieler Senioren, mit diesem Versorgungskonzept ihren Lebensabend möglichst lange im eigenen Zuhause organisieren zu können. 

Der so stetig wachsende Bedarf auf Interessentenseite wird durch regelmäßige Neugründungen von Pflegevermittlungen begleitet. Ebenso stellen aber zahlreiche Pflegevermittlungen, vor allem in der ersten Zeit nach Gründung, ihre Tätigkeit wieder ein. Einem relativ leichten Einstieg in den Markt steht häufig die Entwicklung eines immer stärkeren Ringens um verfügbare Pflegekräfte aus Osteuropa gegenüber. Zudem haben sich bereits etablierte Anbieter in den letzten Jahren stark professionalisiert. 

Auf Basis dieser Entwicklung ist die Vermutung zulässig, dass sich die häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung als dritte Säule im deutschen Pflege-System weiter etabliert hat und alle Prognosen für die Entwicklung der Demografie und des Gesundheitssystems in den nächsten zehn Jahren weisen darauf hin, dass der Bedarf noch deutlich steigen wird.

Branchenreport 2020 herunterladen

Umfangreiche Datenbasis – Portal-Datenbank, pflegendende Angehörige und Marktteilnehmer 

Diese Entwicklung im Bereich der häuslichen 24-Stunden-Pflege und -Betreuung hat das Team von 24h-Pflege-Check.de zum Anlass genommen, den ersten Branchenreport für 24-Stunden-Pflege und -Betreuung zu erstellen. Im nun veröffentlichten Dokument finden sich Zahlen, Daten und Fakten zusammengestellt, die einen objektiven Einblick geben sollen, sowohl in die Seite der Interessenten für eine häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung als auch für die Pflegeagenturen, die diese Dienstleistung organisieren.

Dabei wurden, soweit nicht anders angegeben, allen Grafiken und Auswertungen aggregierte Daten aus der Nutzung des Portals 24h-Pflege-Check.de in Zeitraum 01.01.2017­–31.12.2019 zugrunde gelegt, die durch pflegende Angehörige und viele weitere Marktteilnehmer aus der Branche abgeglichen wurden, so dass ein näherungsweiser Rückschluss auf den Markt im Allgemeinen gezogen werden kann.

Zahlen, Daten, Fakten: Der Aufbau des Branchenreports

Der erste Abschnitt des Branchenreports für häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung umfasst vor allem Informationen und Daten über die Angebotsseite, das heißt die Seite der Pflegevermittlungen sowie der osteuropäischen Pflegekräfte. 

Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass „24-Stunden-Pflege aus Osteuropa“ in den meisten Fällen immer noch gleichbedeutend ist mit „24-Stunden-Pflege aus Polen“. Eine große Mehrheit von circa 92 Prozent der Pflegevermittlungen arbeitet nach wie vor mit polnischen Betreuungskräften. Aber auch aus anderen osteuropäischen Ländern holen viele Agenturen ihr Fachpersonal zum Einsatz nach Deutschland. Mit über 40 Prozent nimmt Rumänien den zweiten Platz ein, während Bulgarien und die Slowakei dicht dahinterliegen. Mit einem Wert von etwas über 20 Prozent hat circa jede fünfte Pflegevermittlung auch Betreuungskräfte aus Deutschland selbst in der Vermittlung. 

Die meisten Pflegevermittlungen setzen Betreuungskräfte aus Polen ein

Die Seite der Interessenten wird im zweiten Abschnitt des Branchenreports thematisiert. Hier finden sich Informationen zu den pflegebedürftigen Menschen und zu den Personen, die eine 24-Stunden-Betreuungskraft anfragen. 

Wenig überraschend sind es insbesondere Kinder (eingerechnet Patenkinder sowie Schwiegertöchter und -söhne), die die Anfragen für eine Betreuung zu Hause stellen. Etwa 86 Prozent der Anfragen werden von dieser Personengruppe gestellt. Hinter diesen Wert fallen die übrigen Gruppen deutlich zurück. Ehepartner haben mit etwa sieben Prozent noch einen vergleichsweise hohen Wert vorzuweisen, Geschwister, Betreuer oder sogar die Betreuungsbedürftigen selbst liegen allesamt jeweils bei höchstens ein bis zwei Prozent.

Unser Branchenreport für die 24-Stunden-Pflege informiert Sie über die Beziehung zwischen den Anfragenden und den Betreuungskräften

Der dritte große Themenblock wertet aus, wie relevant das Thema einer häuslichen 24-Stunden-Pflege und -Betreuung im Internet ist. Mit Hilfe unterschiedlicher Analysetools wurden spezifische Daten und Informationen erfasst, ausgewertet und graphisch aufbereitet. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Coronavirus-Pandemie in der 24-Stunden-Pflege und -Betreuung gelegt. 

In der nachfolgenden Grafik wurde für den Zeitraum 27.04.2020–15.08.2020 zu den Begriffen „24-Stunden-Pflege“, „24-Stunden-Betreuung“, „osteuropäische Betreuungskräfte“ usw. rund 4.000 Beiträge, Kommentare und Tweets verfasst. Dabei zeigt sich im Zeitverlauf eine dynamische Entwicklung, je höher die jeweilige Kurve, desto mehr wurde zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht. 

Hier zeigt sich auch, dass das Thema Covid-19 großen Einfluss auf sämtliche Veröffentlichungen vor allem in der Zeit im Mai hatte, als die Geschäfte sukzessive wieder öffneten und auch der Schulbetrieb eingeschränkt wieder gestartet wurde. In diesem Zeitraum wurden ebenfalls die Reisebeschränkungen immer weiter gelockert, sodass es nachvollziehbar erscheint, dass es zu einem signifikanten Anstieg kam – zumal die Covid-19-bedingten Probleme in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen die Vermutung erlauben, dass eine häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung auch für Menschen interessant wurde, die dies bislang nicht in Betracht gezogen hatten.

Das Internetverhalten bezüglich einer 24-Stunden-Pflege und -Betreuung stellt sich im Verlauf sehr dynamisch dar

Fazit und Ausblick

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich der Markt für 24-Stunden-Pflege und -Betreuung sich auf verschiedenen Ebenen dynamisch darstellt. Im vorliegenden Zahlenmaterial ist insgesamt ein Wachstum des Marktes für die häusliche 24h-Betreuung zu beobachten. Gleichzeitig ändern sich die Marktteilnehmer – es werden neue Vermittlungsagenturen gegründet und etablieren sich am Markt, während sich bestehende Anbieter weiter professionalisieren. Einige Anbieter verschwinden aber auch vom Markt und stellen das Vermittlungsgeschäft ein.

Aus den Daten, die bislang für das Jahr 2020 vorliegen, lässt sich zudem ablesen, dass der Ausbruch der Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu einem Einbruch der Anfragen geführt haben. Nach einigen Wochen nahezu bewegungslosem Stillstand ist die Nachfragesituation zuletzt sprungartig wieder angestiegen – auf ein Niveau, das oberhalb der aus den Vorjahren gewohnten Mengen rangiert. Dahinter könnte vermutet werden, dass bisher fest etablierte Konzepte der stationären Betreuung aktuell weniger Vertrauen und weniger Zuspruch finden, als es in der Vergangenheit der Fall war. Es bleibt abzuwarten, ob sich dies beim Rückblick im kommenden Jahr bestätigen lässt.

Download „Branchenreport 2020 – Häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung“

Den gesamten Branchenreport „2020 – Häusliche 24-Stunden-Pflege und -Betreuung“ können Sie hier als PDF herunterladen (ca. 5 mb). Auf 30 Seiten finden Sie insgesamt 35 Abbildungen, Tabellen und Branchen-Statements von Pflegevermittlungen. Für die kurzen Interviews sowie weitere wertvolle Anmerkungen im Rahmen unseres Branchenreports bedankt sich das gesamte Portal-Team bei allen Beteiligten.

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Über 24h-Pflege-Check.de

Bereits seit 2014 ist das Vergleichsportal 24h-Pflege-Check.de die erste Anlaufstelle für pflegende Angehörige auf der Suche nach qualifizierten Anbietern für eine legale häusliche 24-Stunden-Pflege- und –Betreuung. Getreu unserem Motto „Suchen, finden, vergleichen“ bieten wir das größte Verzeichnis von Pflegevermittlungen sowie geprüfte Nutzerbewertungen und Erfahrungsberichte. Das differenzierte Bewertungssystem ermöglicht es dabei, aktiv die Transparenz in diesem schnell wachsenden Markt mitzugestalten und damit vielen weiteren Interessenten zu helfen.

Daneben können pflegende Angehörige einen umfangreichen, kostenlosen Ratgeber- und Informationsteil Verständnisfragen (z. B. zur Pflege-Organisation) zu klären und die Grundlagen für den gelungenen Einsatz einer Pflegekraft im eigenen Zuhause zu legen.

Abgerundet wird unser Service durch die Möglichkeit, bei einmaligem Ausfüllen eines Anfragebogens bis zu drei Angebote von geprüften Pflegevermittlungen zu erhalten.

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