Eine Polin für Oma – Das Buch zur 24-Stunden-Pflege

Der Pflegenotstand wird zunehmend zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema, über das mehr und mehr Onlineartikel, Berichte und Bücher verfasst werden. Welches Informationsmedium ist jedoch für Betroffene und Angehörige am relevantesten? In unserer Buch-Review über die Publikation „Eine Polin für Oma“ von Ingeborg Haffert erfahren Sie mehr über mögliche Informationswege, sowie die wesentlichen Inhalten des Buches.

Doch vorab: Wie sieht die aktuelle Situation in der Pflegebranche aus? Durch die fortlaufende Zuspitzung des Pflegenotstandes sind insb. auch Pflegekräfte aus Osteuropa immer gefragter. Vor allem wenn ein plötzlicher Pflegefall in der Familie auftritt, beeinflusst dies das Leben der Angehörigen nachhaltig. Die zentrale Frage lautet dabei: Gebe ich meinen betroffenen Verwandten in ein Heim oder betreue ich ihn selbst zuhause? Unter Zeitdruck auf diese wichtige Frage eine Antwort zu finden ist äußerst schwer. Viele Senioren offenbaren den Wunsch in den eigenen vier Wänden zu altern. Um diesen Wunsch zu ermöglichen erfordert es seitens der Angehörigen eine Menge Arbeit und Engagement.

Ambulante Betreuung – eine belastende Situation

Die Abstimmung der Verwandten untereinander ist dabei nur einer von vielen zu beachtenden Aspekten. Neben der richtigen Kommunikation im Umfeld des Betroffenen, ist vor allem die körperliche Anstrengung bei der Pflege eines Angehörigen und der psychische Stress ein signifikanter Belastungsfaktor. Die Konfrontation zwischen dem eigenen Leben und der Verbundenheit gegenüber dem Pflegebedürftigen lässt eine emotional zusetzende Situation entstehen.

Der Einfluss, der zu bewältigenden Aufgaben, auf den Ablauf des eigenen Alltags erfordert nicht nur Flexibilität des Betreuenden, sondern in einigen Fällen auch Verzicht auf private Aktivitäten, die für die Erholung des pflegenden Angehörigen unabdingbar sind. Ambulante Betreuung bedeute also nicht nur einen privaten und persönlichen Einschnitt in das eigene Leben, sondern auch weniger zwischenmenschliche Kontakte zu Freunden. Aufgrund der, in dieser Situation auftretenden, enormen Belastungen suchen Kinder und Enkel immer häufiger Unterstützung in Form von 24h Pflegekräften aus Osteuropa.

Das Prinzip 24 Stunden Pflege

In dieser Form der Pflege wird einer fremden Person das Wohl des Verwandten anvertraut. Um möglichst schnell seriös entlastet zu werden, ist es nötig sich mit dem Konzept und der Pflege Organisation in der 24h Betreuung vertraut zu machen.  Mögliche Anbieter gibt es viele, doch um eine durchdachte Auswahl zu treffen, benötigt es eine Menge Informationen. Im optimalen Fall sollte die Wahl einer Vermittlungsagentur sowohl auf objektiven Auskünften, wie z.B. die Rechtsgrundlagen, als auch auf echten Bewertungen, die persönliche Erfahrungsberichte anderer Kunden wiederspiegeln, basieren. Natürlich ist es gerade beim Eintreten von plötzlichen Pflegefällen schwierig sich, aufgrund der mangelnden Zeit und dem schnellen Handlungsbedarf, ausreichend Wissen anzueignen. Welchen Informationen kann in so einer Notsituation getraut werden?

Ein alternativer Weg sich als Angehöriger über das Thema 24h Pflege zu informieren ist das Lesen von Fachartikeln oder Büchern. Bedingt durch die steigende Nachfrage an dem System der 24h Betreuung wurden in den letzten Jahren einige literarische Werke über dieses Thema verfasst. „Eine Polin für Oma“ von Ingeborg Haffert verschafft der 24h Pflege Branche eine neue Dynamik, durch die die Diskussionen über diese Vorgehensweise erneut entfacht wurden.

Das Buch zur 24 Stunden Pflege

Zu Beginn des Buches erläutert Haffert durch reale Erfahrungsberichte von deutschen Familien, die eine 24h-Pflegekraft engagiert haben, die Abläufe aus der Sicht der betroffenen Angehörigen. Thematisiert wird dabei auch der schwer nachzuempfinden Rollentausch zwischen Eltern und Kindern. Neben den Betroffenen spielen sicherlich die Vermittlungsagenturen für eine möglichst reibungslose Betreuung die entscheidende Rolle und sind für die Bewertung dieses Pflegekonzeptes tragend. Im Zusammenhang mit den Anbietern beschäftigt sich Haffert mit den zentral vorliegenden Vertragsformen der ausländischen Arbeitskräfte. Diese unterteilt sie in:

  • Angestellte Haushaltshilfe
  • Entsendete Pflegekräfte
  • Selbstständige Pflegekräfte

In der Betrachtung dieser liefert Haffert einen durchaus tiefgreifenden Einblick, der auch die Ausführung der problematischen Aspekte der jeweiligen Vertragsform umfasst.
Basierend auf Gesprächen mit polnischen Arbeitskräften werden außerdem reale Meinungen und praktische Fälle in der Publikation aus Sicht der Hilfskräfte dargestellt. Transparent und mit einem kritischen Blick werden Arbeitsbedingungen, sowie Arbeitsaufgaben, die bei der 24h Pflege anfallen, real wiedergegeben. Durch die Echtheit dieser Aussagen bekommt der Leser einen wahrhaftigen Eindruck davon, wie sich die osteuropäischen Hilfskräfte in einem, für sie fremden Land, fühlen.

Eine Polin für Oma von Ingeborg Haffert

Zum Abschluss der detaillierten Beschreibung des 24h Pflege Konzeptes erwähnt Haffert in dem Buch Erlebnisse und Empfindungen deutscher Senioren gegenüber den polnischen Frauen. Verunsicherung, Annährung und Enttäuschung zeigen, dass die Akzeptanz der fremden Personen stark von dem Individuum abhängt. Abschließend wird in dem Unterkapitel „Hilfestellungen für polnische Pflegekräfte“ die Wichtigkeit der Sprache betont, welche nicht nur für die generelle Kommunikation zwischen den Anwesenden, sondern auch für das Wohlempfinden der Betreuungskräfte in dem neuen Land wichtig ist.

Informationsquelle Buch: Die Einschränkungen

Natürlich ist für die Angehörigen wichtig sich neben den emotionalen Aspekten auch rechtlich mit dem Thema 24h Pflege auseinander zu setzen. Insbesondere die unterschiedlichen Beschäftigungsformen für eine 24h Betreuung daheim oder fachspezifische Begrifflichkeiten, die zur Auswahl von osteuropäischen Arbeitskräften verwendet werden, z. B. im Zusammenhang mit der Sprachqualifikation, stellen sich spätestens bei der Auswahl der Agentur und der Arbeitskraft als zentrales Wissen dar. Sicherlich gibt es auch bei diesem Weg der Informationsgewinnung einige Limitationen. Sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Aufwand sich ein Buch zu kaufen und es dann durchzulesen ist in emotional unplanbaren Situationen zu hoch. Bedingt durch die rechtlichen Änderungen und allgemeinen Neuerungen verlieren außerdem einige Aspekte ihre Aktualität.

Die Alternative: Das Internet

Im Hinblick auf diese Einschränkungen von Büchern bietet das Internet eine Option, bei der die schnelle Verfügbarkeit und die Aktualität garantiert sind. Mit unserem Portal 24h-Pflege-Check.de sind wir die Anlaufstelle um Informationen zu Entwicklungen, Abläufen und rechtlichen Änderungen im Rahmen der 24h Betreuung zu erhalten. Neutral, Agenturen-unabhängig und informativ bieten wir umfassende Erkenntnisse und die Möglichkeit bis zu 3 Angebote von Anbietern kostenlos anzufordern. In unserem Blog wird auf aktuelle Änderungen eingegangen, wie z. B. der Erhöhung des Mindestlohnes und die damit verknüpfte Auswirkung auf das Pflegekonzept. Besucher haben bei uns außerdem die Möglichkeit frei ihre 24h-Pflege Erfahrungen zu schildern und damit anderen Nutzern einen realen Eindruck zu der jeweiligen Agentur zu verschaffen.

Aufgrund des akuten Pflegenotstandes in Deutschland wird die Bedeutung und die Nachfrage nach 24h Betreuungskräften sicherlich weiterwachsen. Für Angehörige ist dieses Konzept eine Alternative den betroffenen Eltern das Altern zuhause zu ermöglichen und zeitglich das eigene Leben weiter zu führen. Vertrauen gegenüber der jeweiligen Agentur ist ein zentrales Element damit die beanspruchte Entlastung möglichst seriös und reibungslos abläuft. Daher ist es ratsam sich bereits im Voraus zu informieren. Festzulegen, auf welche Art ein Senior betreut werden soll, ist in dieser belastenden Situation schwer, gerade dann, wenn zu dem älteren Menschen eine innige emotionale Bindung herrscht.

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