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24h-Pflege Branchenreport 2025: Zahlen, Daten, Fakten zum Markt der häuslichen Pflege

Der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ ist zu verstehen als die Personenbetreuung von Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, sich selbst oder ihren Haushalt zu versorgen, und die daher darauf angewiesen sind, dass eine Betreuungs- oder Pflegeperson mehr oder weniger rund um die Uhr anwesend ist. Nicht damit einher gehen Aspekte medizinischer Behandlungspflege.

Die häusliche 24-Stunden-Betreuung ist für viele Betroffene ein wichtiger Baustein, um Betreuung im vertrauten Umfeld zu ermöglichen. Gleichzeitig steht auch dieses Modell vor strukturellen Aufgaben: wachsender Wettbewerb um Betreuungskräfte, steigende Kosten und höhere Anforderungen an Qualität und Transparenz. Parallel dazu gewinnen digitale Lösungen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung – insbesondere im Hinblick auf effizientere Vermittlungsprozesse, bessere Informationsverfügbarkeit und eine insgesamt höhere Transparenz für alle Beteiligten. Ein vertiefender Blick auf die Potenziale und Grenzen von KI im Kontext der häuslichen Betreuung findet sich in einem eigenen Abschnitt dieses Reports.

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Status Quo der 24h-Pflege in Deutschland

Mit Stand Anfang 2025 waren über 800 Vermittlungsagenturen für eine 24-Stunden-Betreuung im  Portal von 24h-Pflege-Check.de registriert, darunter auch mehrere Franchise-Unternehmen mit zum  Teil mehreren Standorten. Damit ist die Zahl der Anbieter insgesamt weiterhin auf einem stabilen  Niveau geblieben. Zugleich bleibt der Markt auf der Anbieterseite von einer spürbaren Fluktuation  geprägt: Neue Agenturen treten ein, während andere sich nach kurzer Zeit wieder vom Markt zurückziehen. Neben den Nachwirkungen der vergangenen Krisen wirken sich dabei auch die anhaltend  hohen Kosten, der verschärfte Wettbewerb um Betreuungskräfte und zunehmende regulatorische Anforderungen auf die Marktentwicklung aus. Dem vergleichsweise leichten Einstieg in den Vermittlungsmarkt steht damit ein insgesamt anspruchsvolleres Umfeld gegenüber. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich viele etablierte Anbieter in den vergangenen Jahren weiter professionalisiert und  ihre Prozesse, Beratungsleistungen sowie digitalen Strukturen ausgebaut haben

17 % der Vermittlungsagenturen kommen aus Bayern
17 % der Vermittlungsagenturen kommen aus Bayern

Erfahrung der Betreuungskräfte rückt in den Fokus

Unser Fragebogen, der im Vorfeld der Verteilung an die Vermittlungsagenturen von allen Interessenten  ausgefüllt wird, erhebt auch, über welche Erfahrung die angeforderten Betreuungskräfte verfügen sollen. Dabei geben 78 Prozent an, dass umfangreiche  Erfahrungen eine Grundvoraussetzung für  den häuslichen Einsatz bei einem Angehörigen  sind. Dem gegenüber stehen 16 Prozent, die  keine bestimmten Anforderungen in Bezug  auf vorhandene Erfahrungen erwarten, und  weitere sechs Prozent geben explizit an, dass  keine besondere Erfahrung notwendig ist.  Insgesamt zeigt sich damit weiterhin eine klare Präferenz für erfahrene Betreuungskräfte. Die Werte sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleichgeblieben.

Warum KI gerade für die 24-Stunden-Betreuung relevant ist

Die häusliche 24-Stunden-Betreuung ist ein besonders informations- und abstimmungsintensiver  Markt. Schon bei der ersten Anfrage müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden: Pflegegrad,  Wohnsituation, Mobilität, nächtlicher Unterstützungsbedarf, gewünschte Sprachkenntnisse, Erfahrungen der Betreuungskraft oder die Frage, ob zusätzlich ambulante Dienste eingebunden sind. Hinzu kommt, dass viele Anfragen unter Zeitdruck erfolgen. Der Report zeigt, dass die Nachfrage  über die gesamte Woche hinweg besteht – ein Muster, das sich auch in der Live-In-Betreuung deutlich widerspiegelt und sich häufig aus akuten Lebenssituationen heraus entwickelt. Auch in der Live-InBetreuung entstehen daraus kurzfristige Entscheidungsprozesse mit längerfristigen Auswirkungen.

Experteneinschätzung

Akteure in der Live-In-Betreuung können schon heute durch KI  Prozesse optimieren, Effizienz steigern und eine bessere Betreuung anbieten – sprechen Sie uns gerne für ein unverbindliches Erstgespräch an.”

Dr. Christian Holsing, Geschäftsführer Care Platforms GmbH

Für die kommenden Jahre spricht vieles dafür, dass KI auch in der Live-In-Care-Branche an Bedeutung gewinnen wird — allerdings nicht in Form eines radikalen Umbruchs, sondern als schrittweise Integration in bestehende Abläufe. Besonders relevant erscheinen Anwendungen in der Vorqualifizierung von Anfragen, im Matching, in der Einsatzorganisation, in der Übersetzung, in der Qualitätssicherung und im internen Wissensmanagement. Damit knüpft KI an Entwicklungen an, die im Markt bereits angelegt sind. Der Branchenreport verweist auf die zunehmende Professionalisierung etablierter Anbieter und auf die Notwendigkeit, Prozesse in einem herausfordernden Umfeld effizient zu gestalten.

Die komplette Studie mitsamt 20 informativer Grafiken und Schaubilder können Sie hier herunterladen.  

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