Rollator Vergleich – Die 5 beliebtesten Gehwagen im Überblick

Rollatoren sind Gehhilfen, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen dabei helfen, weiterhin mobil zu bleiben. Die Gehwagen sind in den letzten Jahren immer populärer geworden und geben ihren Besitzern mehr Stabilität und Sicherheit. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle nicht nur einen Überblick zu den führenden Herstellern und Produkten am Markt geben. Diese Seite ist vor allem auch dafür da, Sie zu beraten und Ihnen ein Gefühl dafür zu geben, welche Arten von Rollatoren es gibt, wie sie sich voneinander unterscheiden und welches Produkt für Sie oder Ihren Angehörigen am besten geeignet ist.

Moderne Gehwagen sind mittlerweile weit verbreitet

Ein guter Rollator verbessert die Mobilität und damit die Lebensqualität im Alter

Rollatoren geben mehr Sicherheit bei der Fortbewegung; © Ingo Bartussek / Fotolia

Was ist ein Rollator?

Rollatoren sind Gehhilfen, die mit Rollen oder Rädern ausgestattet sind. Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten können sie nutzen, um mehr Sicherheit bei ihrer Fortbewegung zu bekommen. Sie können sich an den Griffen festhalten, auf der bei den meisten Modellen vorhandenen Sitzfläche kurze Pausen einlegen wenn sie erschöpft sind und so wieder mehr Selbstständigkeit bei der Mobilität gewinnen.

Vor dem Durchbruch moderner Rollatoren im deutschsprachigen Raum in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, waren Gehgestelle die am weitesten verbreitete Gehhilfe. Sie erinnern von ihrem Aufbau her sehr stark an die heutigen Rollatoren, haben aber in den meisten Fällen keine Räder. Ihre Besitzer müssen die Gestelle anheben, ein Stück versetzen und können sich so Schritt für Schritt fortbewegen. Im Jahr 1978 präsentierte dann die schwedische Sozialwissenschaftlerin und Erfinderin Aina Wifalk den ersten Entwurf eines Rollators. Sie war aufgrund von Erkrankungen selbst in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und entwickelte die neue Gehhilfe, weil die bisherige ihren eigenen Ansprüchen nicht genügte. Durch einen staatlichen Entwicklungsfond wurde schnell ein Unternehmen gefunden, dass sich der Produktion der Neuerfindung annahm – und so begann der Siegeszug des modernen Rollators.

Rollatoren in Deutschland

Die bereiften Gehhilfen sind aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Dabei sind in den vergangenen Jahren die Verkaufszahlen stetig gestiegen. Während 2008 noch knapp 335.000 Rollatoren verkauft wurden, waren es vier Jahre später schon mehr als 425.000 Einheiten Dementsprechend stieg der Umsatz von etwa 29 Millionen Euro auf rund 32,5 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum ist der durchschnittliche Preis von 86,84 Euro auf 76,34 Euro gefallen. Heute gibt es Schätzungen zufolge etwa drei Millionen Deutsche, die einen Rollator benutzen. Und mit dem Fortschreiten des demografischen Wandels wird diese Zahl tendenziell noch weiter wachsen. Vor allem weil der Rollator seit einiger Zeit die mit Abstand beliebteste Gehhilfe der Deutschen geworden ist und so die herkömmlichen Hilfsmittel wie Gehstöcke oder Gehgestelle abgelöst hat.

Für wen sind Rollatoren?

Die Gehhilfe unterstützt gehbehinderte oder körperlich schwache Menschen bei der Fortbewegung. Das können also relativ junge Menschen sein, die aufgrund einer Erkrankung diese Unterstützung benötigen. Meistens sind es aber Senioren, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr die Kraft haben, weite Strecken ohne Hilfsmittel zurückzulegen. So ist der Rollator heute zu einem Symbol für das Altsein an sich geworden. Nachdem sich anfänglich manche Senioren noch für ihren Rollator geschämt haben, ist er heute gesellschaftlich anerkannt und hat sich mit neuen, ansprechenden Designs und Funktionen schon fast zu einem Statussymbol entwickelt.

Welche Arten von Rollatoren gibt es?

Es gibt viele verschiedene Varianten, die sich in Bezug auf ihren Aufbau, die verwendeten Materialien und ihren Einsatzort voneinander unterscheiden. So gibt es beispielsweise Rollatoren, die speziell für den Gebrauch in der Wohnung konzipiert wurden. Sie bestehen oft aus Holz oder Kunststoff und sind sehr schmal, damit man auch ohne Probleme durch engere Türrahmen gehen und leichter manövrieren kann. Die Gehhilfen, die auch für den Einsatz unter freiem Himmel geeignet sind, werden meistens aus Aluminium oder Karbon hergestellt und haben eine höhere Spurbreite, was natürlich mit einer höheren Stabilität einhergeht. Weniger Sicherheit aber eine erhöhte Beweglichkeit gewähren die sogenannten Deltaräder, die vorne nur über ein Rad verfügen.

Für manche Krankheitsbilder sind bestimmte Sonderformen verfügbar. So gibt es zum Beispiel Varianten für Rheumakranke, die mit zusätzlichen Stützen für die Unterarme versehen sind. Die anstatt der Griffe angebrachten Schlaufen, mit denen auch gebremst werden kann, berücksichtigen, dass unter Rheuma leidende Menschen nicht gut zugreifen und ihre Gelenke belasten können. Andere Rollatoren lassen sich sogar mit wenigen Handgriffen in einen Rollstuhl verwandeln.

Ein Rollator gibt Senioren die Möglichkeit, sich an vielen Orten sicher zu bewegen

Die meisten Rollatoren sind für jeden Untergrund geeignet

Es gibt Gehwagen für den Gebrauch im Haus und Allround-Modelle; © Cora Müller / Fotolia

Worin unterscheiden sich Rollatoren voneinander?

Abgesehen von den angesprochenen Sondermodellen, die sich nach dem Einsatzort und den Bedürfnissen spezieller Personengruppen richten, gibt es einige Merkmale, an denen sich Unterschiede festmachen lassen. Zwei wichtige Attribute sind das Gewicht und die maximale Belastbarkeit. Je leichter der Rollator, desto einfacher ist er zu manövrieren. Bei der Stabilität ist es außerdem entscheidend, wie die Räder angeordnet sind. Generell gilt: Je breiter die Spur, desto sicherer kann man sich damit bewegen. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die vier Räder zueinander ein Trapez bilden. Das Gewicht hängt hauptsächlich davon ab, aus welchem Material der Rahmen gefertigt wurde. Die meisten bestehen aus leichtem Aluminium oder Karbon, manche Modelle haben aber einen Rahmen aus Metall und sind aufgrund dessen etwas schwerer aber auch stabiler.

Außerdem gibt es diverse Sonderausstattungen, die nicht alle Rollatoren haben. Dazu gehören zum Beispiel ein Korb, eine Sitzfläche und eine dazugehörige Rückenlehne oder ein Stock-, Schirm- oder Trinkflaschenhalter. Manche neue Modelle verfügen sogar über eine motorisierte Bremsunterstützung, LED-Leuchten, GPS-Tracker oder einen USB-Anschluss. Welche dieser Extras wirklich nützlich und nötig sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Selbstverständlich haben sie alle einen Einfluss auf den Preis des jeweiligen Rollators.

Werden Rollatoren von der Krankenkasse bezahlt?

Der Rollator ist im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung gelistet und gehört somit zu den anerkannten Hilfsmitteln, die von der Kasse übernommen werden. Allerdings werden die Kosten nur bis zur Höhe des Regelsatzes übernommen. Manche Krankenkassen stellen den Versicherten auch gebrauchte Rollatoren für den Gebrauch zur Verfügung. Hier sollten Sie darauf achten, dass es sich dabei nicht um ein altes und abgenutztes Exemplar handelt. Falls die Krankenkasse Ihnen oder Ihrem Angehörigen einen Rollator zur Verfügung stellen will, der in der Handhabung zu schwergängig ist oder nicht mehr die nötige Stabilität aufweist, können Sie gegebenenfalls einen begründeten Einspruch dagegen erheben.

Damit Sie die Unterstützung von der gesetzlichen Krankenkasse bekommen können, muss für den Rollator ein Rezept geschrieben werden. Hierzu ist sowohl Ihr Hausarzt, als auch ein Orthopäde berechtigt. Beide können auch als wertvolle Berater fungieren und Ihnen bei der Wahl des richtigen Modells zur Seite stehen.

Was kostet ein guter Rollator?

Wenn Sie sich gegen ein möglicherweise minderwertiges Kassenmodell entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen vielen Produkten. Die Preise variieren dabei sehr stark und bewegen sich in einem Rahmen zwischen etwa 50 Euro und 1.000 Euro. Hier müssen Sie selbst entscheiden, welche Extras Ihnen wichtig sind und welche Summe Sie bereit sind dafür auszugeben. Trotzdem gibt es ein paar allgemeine Dinge, auf die Sie in jedem Fall achten sollten.

Viele dieser Aspekte haben einen Einfluss auf den Preis. Ob der Umbau zum Rollstuhl oder vielleicht eines der Extras wichtig für Sie sind, müssen sie natürlich selbst entscheiden. Alle anderen Funktionen und Eigenschaften sind aber in jedem Fall sehr wichtig und sollten beim Kauf berücksichtigt werden.

Die Extras und Funktionen entscheiden oft über den Preis

Manche Modelle sind mit Korb, Stockhalter und einem Sitz samt Rückenlehne ausgestattet

Manchmal müssen die Extras dazugekauft werden, sind aber meistens inklusive; © RATOCA / Fotolia

Rollatoren im Vergleich

Damit Sie sich einen Überblick verschaffen können, haben wir fünf ausgewählte Rollatoren im Vergleich gegenübergestellt. Selektiert haben wir die Artikel anhand von detaillierten Erfahrungsberichten auf der Verkaufsplattform Amazon. In unserem Vergleich wurden die fünf Produkte berücksichtigt, die von den Käufern dort die beste Bewertung bekommen haben. Außerdem mussten mindestens 50 Kundenrezensionen vorliegen, damit der Artikel in unserem Vergleich berücksichtigt wurde.

Da wir die Produkte nicht selbst getestet haben, beschränken wir uns auf die öffentlich zugänglichen Daten, die die Hersteller selbst zu dem jeweiligen Modell zur Verfügung stellen. Wir tragen also mit diesem Angebot lediglich die am Markt beliebtesten Produkte und ihre wichtigsten Merkmale auf einen Blick zusammen, ohne die Rollatoren in irgendeiner Form selbst zu bewerten. Die Recherche der Daten wurde am 14. Juni 2017 vorgenommen, sodass möglicherweise manche Preise oder die durchschnittlichen Bewertungen der Kundenrezensionen am Tag Ihres Besuchs dieser Seite nicht mehr aktuell sind.

Name Dietz Ligero Invacare P452E/3 Banjo RFM Standard Dietz Taima M Weinberger Alu-Rollator 9269
 
Hersteller Dietz Ligero Invacare Rehaforum Medical Dietz   Weinberger Alu-Rollator
Einsatzort Indoor/Outdoor Indoor/Outdoor Indoor/Outdoor Indoor/Outdoor Indoor/Outdoor
Material Aluminium Stahl Stahl Aluminium Aluminium
Gewicht 7 kg (ohne Korb) 8,8 kg 9 kg 6,5 kg 7,5 kg
Belastbarkeit max. 120 kg max. 130 kg max. 130 kg max. 150 kg max. 136 kg
Länge 65 cm 69 cm 65 cm 67 cm 68 cm
Breite 55,5 cm 60 cm 60 cm 63 cm 63,5 cm
Höhe des Handgriffs 79-90 cm 71-98 cm 78,5-93 cm 79-95 cm 81,5-94,5 cm
Korb/Tasche Ja Ja Ja Ja Ja
Stockhalter Ja Ja Ja Ja Ja (Aufpreis)
Tablett Nein Ja Ja Nein Ja (Aufpreis)
Bremse Feststellbare Ergobremse Feststellbare Bremsgriffe Feststellbare Bremsgriffe Feststellbare Bremsgriffe Feststellbare Bremsgriffe
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