24h-Betreuung und Pflege bei Alzheimer und Demenz

Er kommt schleichend – der Verlust all jener Fähigkeiten, die das Leben erst lebenswert machen. Mit der wachsenden Lebenserwartung von Menschen wächst auch die Anzahl an Demenz- und Alzheimer-Erkrankungen und damit auch der Bedarf an 24h-Pflege daheim.

Im folgenden Gastbeitrag erklärt CareWork, warum die 24-Stunden-Betreuung auch sinnvoll im Hinblick auf die Psyche der Angehörigen ist

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) präsentierte auf der ersten Ministerkonferenz zur Demenz am 16. und 17. März 2015 die knallharten Zahlen: Aktuell leiden weltweit etwa 47,5 Mio. Menschen unter einer der verschiedenen Demenz-Formen, wobei Schätzungen zufolge weitere 28 Mio. Patienten innerhalb der nächsten 15 Jahre hinzukommen werden. Die WHO geht davon aus, dass es im Jahr 2030 schon 75,6 Mio. und im Jahr 2050 sogar 135,5 Mio. Menschen sein werden, die unter einem unheilbaren Gedächtnisverlust leiden. Ursache hierfür ist ein – bislang meist ungeklärtes – Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Die Folgen sind breit gefächert und reichen von einer leichten Verwirrtheit bis hin zur schweren Alzheimer, die nach Angaben der WHO mit bis zu 70 % die häufigste Art der Demenz darstellt.

Politik und Gesundheitswesen sind geneigt, die internationale Demenzforschung nach Kräften zu unterstützen, was beispielsweise die Früherkennung und gezielte Behandlung anbelangt. Auch soll die medizinische Versorgung und Pflege weiter verbessert werden, um Patienten und Angehörige nachhaltig zu unterstützen. Doch auch wenn Pflegestärkungsgesetz und die zwischenzeitlich ins Leben gerufene „Allianz für Menschen mit Demenz“ schon einige Verbesserungen erwirken konnten, liegt die große Hoffnung auf der zweiten Stufe der Pflegereform. Dann nämlich sollen Demenzerkrankungen in der Pflegeversicherung in dem Maße berücksichtigt werden, wie das auch für rein körperliche Einschränkungen gilt.

Bei einer Demenzerkrankung leidet nicht nur der Patient

Demenzerkrankungen gehen automatisch mit psychischen Leiden einher. Zunächst bemerken Patienten selbst, dass ihre kognitiven Fähigkeiten nachlassen. Dies löst viele unterschiedlichen Emotionen wie z. B. Scham oder Angst aus, immer verbunden mit der quälenden Ungewissheit, wohin diese Erkrankung sie wohl führen wird.

Während über die Gefühle und Reaktionen bei den Betroffenen selbst also einiges bekannt ist, werden die körperlichen Auswirkungen und vor allem die psychische Belastung von Familienangehörigen häufig gänzlich unterschätzt. Wenn Mutter, Vater, Oma oder Opa zunächst nur leicht vergesslich werden, ist dies vermeintlich noch kein Warnsignal und kann durch ein wenig unterstützende Hilfe ausgeglichen werden. Wenn im weiteren Verlauf Krankheit der Patient seine Angehörigen aber plötzlich nicht mehr erkennt oder sich aufgrund der Erkrankung charakterliche Wesenszüge ins Negative verändern, wächst die psychische Belastung häufig im wahrsten Sinne bis ins Unermessliche.

Das Spektrum der Gefühle reicht oft von Überforderung über Versagensängste bis hin zum Widerwillen, der in Anbetracht der erwähnten Wesensveränderungen nur allzu menschlich ist. Insbesondere Alzheimer-Patienten unterliegen häufig diesen Veränderungen und leben abgesehen von lichten Momenten in einer ganz eigenen Welt. Während die einen sich vielleicht in ihre frühe Kindheit zurückversetzt fühlen, können die anderen womöglich in stoischer Ruhe in ihrem eigenen Geiste sinnieren. Um damit „klar“ zu kommen, dass sich nahestehende Angehörige so anders als gewohnt verhalten, bedarf es einer enorm starken psychischen Konstitution, die auf Dauer kaum ein Familienmitglied aufrecht erhalten kann.

Frühes Handeln erforderlich

Als Agentur, die seit vielen Jahren Alzheimer- und Demenz-Patienten betreut, kennt die CareWork die psychische Verfassung Hilfe suchender Angehöriger ganz genau. Aus unserer Erfahrung heraus wissen wir, dass betroffene Familien regelmäßig erst dann nach Hilfe suchen, wenn sie bereits am Ende ihrer psychischen und körperlichen Kräfte angelangt sind. Dabei kann schon kurz nach den ersten Signalen, beispielsweise der ersten ärztlichen Diagnose, professioneller Rat eingeholt werden, z. B. im Rahmen einer unverbindlichen Erstberatung. Gerne sind unsere Experten Ihnen hierbei behilflich: Angebote unverbindlich anfordern.

Betreuung durch Dritte kann die Familie intakt halten

Die von der CareWork angebotene 24-Stunden-Betreuung ist zwar hauptsächlich auf die übergangslose Unterstützung und Hilfe des Patienten ausgerichtet, hilft jedoch zugleich auch den Familienangehörigen. Wir entsenden polnische Haushalts- und Pflegehilfen, die über das benötigte Feingefühl – aber insbesondere auch über den erforderlichen psychischen Abstand verfügen. Die Mitarbeiterinnen tragen ihr Herz auf dem rechten Fleck, betrachten den Patienten jedoch in erster Linie als kranken, alten und gebrechlichen Menschen, der auf Hilfe und Unterstützung angewiesen ist. Im Gegensatz zu pflegenden Familienangehörigen steht für Haushalts- und Pflegehilfen die Erkrankung im Vordergrund. CareWorks kompetente Mitarbeiterinnen können demnach ohne psychische Belastung den Patienten bei der Körperhygiene und dem Ankleiden helfen, Essen zubereiten und Füttern sowie viele notwendige Dinge tun, die Familienmitglieder mental und nicht zuletzt auch körperlich belasten. Mehr Infos finden Sie u.a. unter http://www.24stundenbetreut.com/service/leistungen.html und hier.

Ein Gedanke zu “24h-Betreuung und Pflege bei Alzheimer und Demenz

    Kommentar von
    20. Juli 2015, 13:37

    Ein großes Kompliment an Ihre fachlich fundierte und verständliche Beschreibung.
    So, wie Sie die Entwicklung dieser anfangs oft unterschätzten und doch für Betroffene und Helfer stark belastende Erkrankung dokumentieren, will ich Ihnen einfach nur zustimmen.
    Familienverbände, die als Betreuer demenzkranker Angehöriger ihre eigene Gesundheit gefährden, brauchen Hilfe von außen. Hier ist professionelle Hilfe nötig, die sich in die die Problematik der häuslichen Pflege hinein versetzt und mit gesundem fachlichen Abstand den Kranken und deren Angehörigen hilft.

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