Polnische Pflegekräfte finden

Polnische Pflegekräfte sind eine gute und günstige Möglichkeit, pflegebedürftigen Angehörigen den Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Aus diesem Grund gibt es deutschlandweit schon in mehreren hunderttausend Haushalten eine osteuropäische Hilfskraft, die sich um Pflege und Betreuung von Senioren kümmert.

Was aber gehört zum Aufgabenbereich einer 24h-Betreuung, wie finde ich die richtige Betreuungskraft und was kostet das Engagement? Diese und weitere Fragen sollen in diesem Text beantwortet werden.

Polen – Land und Wirtschaft

Die Republik an der nordöstlichen Grenze Deutschlands beheimatet rund 38 Millionen Einwohner, von denen knapp 58 Prozent im Dienstleistungssektor beschäftigt sind. Mit einer Fläche von gut 312.000 Quadratkilometern ist das Land dabei nur unwesentlich kleiner als der direkte Nachbar im Westen. Dabei konzentrieren sich mehr als 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in den Ballungsräumen in und um Kattowitz, Warschau, Lodz, Danzig, Krakau und Stettin, wobei in den beiden erstgenannten Regionen jeweils mehr als zwei Millionen Bürger Leben.

Auch in Bezug auf die Wirtschaft ist das Land größer, als man im ersten Moment möglicherweise denken mag. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 467 Milliarden US-Dollar gehört Polen zu den zehn größten Wirtschaftsstandorten Europas – und liegt damit noch vor Ländern wie Belgien, Österreich oder Norwegen.

Die Region in und um Danzig ist ein Ballungszentrum Polens mit mehr als 800.000 Einwohnern

Polnische Städte, wie die Hafenstadt Danzig, sind wichtige europäische Wirtschaftsstandorte

Polen gehört zu den 10 größten Volkswirtschaften Europas; © Arno / pixelio.de

24h Pflege aus Polen

Pflegekräfte aus Polen, die in der 24-Stunden-Betreuung tätig sind, gibt es in ganz Europa. Dass die meisten der in Deutschland arbeitenden Kräfte aus Polen kommen, liegt zum einen an ihrer guten Ausbildung, zum anderen an der geografischen Nähe beider Länder. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass viele Betreuerinnen deutsch sprechen oder zumindest verstehen können. Vor allem diese zwei Aspekte sind der Grund dafür, dass die meisten osteuropäischen 24-Stunden-Betreuungskräfte hierzulande aus Polen kommen.

Das bestätigt auch eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015. Damals waren insgesamt 76.000 Pflegekräfte mit polnischen Wurzeln in Deutschland tätig. Durch den anhaltend steigenden Bedarf dürfte diese Zahl in der Zwischenzeit noch weiter gewachsen sein. Aber nicht nur in der 24-Stunden-Pflege sind wir auf die Unterstützung von Betreuerinnen aus den EU-Mitgliedsstaaten angewiesen. Mit insgesamt 373.000 zugewanderten Personen haben mehr als zwölf Prozent aller in der Pflege tätigen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. 

Aufgaben einer 24-Stunden-Betreuerin aus Polen

Die Aufgaben einer polnischen Pflegekraft hängen natürlich in erster Linie vom Bedarf der zu pflegenden Person ab. Ganz generell übernehmen sie grundsätzliche Pflegeleistungen, zu denen die Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung sowie der Lagerung gehören. Darüber hinaus kaufen sie bei Bedarf für die Senioren ein, kochen und erledigen alle Aufgaben, die sonst noch im Haushalt anfallen. Sie mobilisieren die Pflegebedürftigen, helfen beim Aufstehen und Gehen und begleiten Sie zu Terminen mit Ärzten, Friseuren oder Behörden.

Somit lässt sich die Arbeit in der 24-Stunden-Pflege also auf die drei Hauptgebiete Grund- und Körperpflege, Haushaltshilfe und Mobilisierung aufteilen. Zusätzlich dazu sind sie aber natürlich auch eine wichtige Bezugsperson, gehen wenn möglich mit der Person spazieren oder spielen Gesellschaftsspiele mit ihnen. Ausdrücklich nicht dazu gehören Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und Beratungsdienstleistungen. Die Behandlungspflege, wie zum Beispiel die Medikamentengabe oder Injektionen, müssen weiterhin von speziell dafür ausgebildeten Fachkräften übernommen werden. 

Beschäftigungsformen in der 24h-Pflege

Die drei gängigen Formen der Beschäftigung einer 24-Stunden-Betreuerin sind die Entsendung, die direkte Anstellung und die Selbstständigkeit. Entsendete Pflegekräfte sind weiterhin in ihrem Heimatland angestellt und werden für einen begrenzten Zeitraum im EU-Ausland eingesetzt. Die direkte Anstellung im Haushalt des Pflegebedürftigen macht den Auftraggeber zum Arbeitgeber – mit allen Rechten und Pflichten die diese Rolle mit sich bringt. Sie können aber auch eine selbstständig tätige Pflegekraft engagieren, wobei es hier zu rechtlichen Komplikationen kommen kann. Im Folgenden werden die drei Formen in Bezug auf ihre Kosten und die Rechtsgrundlagen miteinander verglichen.

Die Kosten für die 24-Stunden-Betreuung können auf bis zu 3.000 Euro anwachsen

Die Kosten für Pflegekräfte aus Polen liegen durchschnittlich zwischen 1.700 und 2.600 Euro brutto monatlich

Die Kosten variieren stark je nach Beschäftigungsform; © Lupo / pixelio.de

Kosten für die 24-Stunden-Pflege

Da die 24-Stunden-Betreuung eine private Dienstleistung ist, müssen die Kosten hierfür von den Pflegebedürftigen oder ihren Angehörigen selbst übernommen werden. Wie hoch sie letztendlich tatsächlich ausfallen, hängt von mehreren Einflussfaktoren ab. Zum einen geht es dabei um die Anforderungen, die die Pflegekraft erfüllen muss. Hierzu gehört der Umfang ihrer Deutschkenntnisse, der tatsächlich anfallende Arbeitsaufwand und die möglicherweise nötigen Zusatzqualifikationen, wie sie zum Beispiel bei der Pflege von Demenzkranken nötig sind.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Beschäftigungsform. Denn die Unterschiede in der Art der Anstellung entscheidet in großem Maße darüber, wie viel die polnische Pflegekraft letztendlich kostet. Die günstigsten Varianten sind dabei die Entsendung und die Beschäftigung einer selbstständigen Haushaltshilfe. Erstere ist dabei die verbreitetste Methode, da sie bei verhältnismäßig niedrigen Kosten mit nur geringem bürokratischen Aufwand verbunden ist. Die Betreuungskraft ist bei einem Arbeitgeber in ihrer Heimat angestellt und wird, gemäß des europäischen Arbeitsrechts, in einen EU-Mitgliedsstaat entsendet. Hierbei kommen, je nach Anforderungen und Aufwand, Kosten zwischen 1.700 Euro und 2.600 Euro monatlich zustande. In einem ähnlichen Preisbereich bewegt sich auch die Beauftragung einer selbstständig tätigen Kraft. Die juristischen Komplikationen, die bei der Beschäftigung von selbstständigen Pflegekräften auftreten können, werden im nächsten Abschnitt über die rechtlichen Grundlagen thematisiert.

Rechtlich einwandfrei ist die direkte Anstellung der Hilfskraft in Ihrem Haushalt. Da Sie als Arbeitgeber aber neben dem Lohn auch die Sozialversicherungskosten tragen müssen, liegt hier der monatliche Aufwand bei mindestens 2.400 Euro. In allen Fällen müssen Sie noch die laufenden Kosten mit einkalkulieren, die durch die Unterbringung der Pflegekraft anfallen. Auch die An- und Abreisekosten tragen Sie selbst, sodass Sie im besten Fall von Kosten im Bereich von rund 2.000 Euro, im schlimmsten Fall von rund 3.000 Euro im Monat ausgehen müssen. Das ist ohne Zweifel viel Geld, aber oftmals nur ein Bruchteil dessen, was für einen Pflegeheimplatz fällig gewesen wäre.

Rechtliche Grundlagen der 24h-Betreuung

Die Frage nach der Beschäftigungsform ist aber auch eine der Rechtssicherheit. Während das Entsendungsmodell und die direkte Anstellung im Haushalt unbedenklich sind, birgt die Beauftragung einer selbstständigen Pflegekraft potenzielle Gefahren in sich. Generell ist es juristisch gesehen in Ordnung, wenn eine Person ein Gewerbe in ihrem Heimatland anmeldet um dann in einem anderen Land zu arbeiten. Dieses Recht wird durch die Niederlassungsfreiheit eingeräumt. Wenn der oder die Selbstständige aber nur einen einzigen Auftraggeber hat, handelt es ich rechtlich gesehen um eine illegale Scheinselbstständigkeit. Da diese Sachlage bei der 24-Stunden-Betreuung schon fast naturgemäß vorliegt, ist die Gefahr einer illegalen Beschäftigung hier sehr hoch.

Bei der weit verbreiteten Entsendung muss das A1-Formular vorliegen. Es belegt, dass die Kraft in ihrer Heimat angestellt und sozialversichert ist. Entsendete werden von ihrem Unternehmen in ein anderes EU-Land geschickt, um dort für eine feste Laufzeit von maximal zwölf Monaten ihrer Arbeit nachzugehen. Ausgestellt wird die Bescheinigung auf Antrag des Arbeitgebers oder -nehmers vom Renten- und Sozialversicherungsträger in Polen. Dies dauert in der Regel etwa zwei bis vier Wochen.

In jedem Fall hat die Pflegekraft einen Anspruch auf den seit 2015 geltenden gesetzlichen Mindestlohn. Seit dem Januar 2017 liegt dieser Betrag bei 8,84 Euro brutto pro Stunde. Der Mindestlohn für polnische Pflegekräfte steht in ihrer Heimat aktuell bei umgerechnet 2,70 € oder 12 polnische Zloty, wobei eine Erhöhung auf 13 Zloty schon in Planung ist.

Selbstständig tätige Pflegerinnen stehen automatisch im Verdacht, scheinselbstständig zu sein

Die 24h-Pflege ist legal, wobei nicht alle Beschäftigungsformen unbedenklich sind

Das Entsendungsmodell bietet hohe Rechtssicherheit bei niedrigem Aufwand; © I-vista / pixelio.de

Wie finde ich die passende polnische Pflegekraft?

Je nachdem, welche Beschäftigungsart Sie bevorzugen, gibt es unterschiedliche Anlaufstellen. Betreuungskräfte aus Osteuropa zur direkten Anstellung im Haushalt Ihres pflegebedürftigen Angehörigen werden von der Diakonie und der Caritas, den Wohlfahrtsverbänden der evangelischen und katholischen Kirche, vermittelt.

Die Vermittlung von entsendeten Pflegekräften übernehmen Agenturen, die bestens mit den polnischen Dienstleistungsunternehmen vernetzt sind. Der Ablauf ist bei den meisten Anbietern gleich: Zuerst wird der Betreuungsbedarf übermittelt. Dies geschieht durch das Ausfüllen eines Online-Fragebogens oder persönlich vor Ort oder am Telefon. Anhand Ihrer Angaben werden dann passende Pflegekräfte herausgesucht und vorgeschlagen. Wenn Sie sich für eine Betreuerin entschieden haben, übernehmen die Vermittlungsagenturen in den meisten Fällen die organisatorischen Details sowie die Anreise der Pflegekraft zu Ihrem Wunschtermin.

Um Ihnen die Auswahl des richtigen Anbieters so leicht wie möglich zu machen, können Sie auf unserem Portal in Ihrer Region nach passenden Anbietern suchen. Geben Sie dafür im Suchfeld rechts („Suchen in Ihrer Nähe“) einfach Ihre Postleitzahl ein. Einen Klick später sehen Sie die Unternehmen in Ihrer Nähe untereinander aufgelistet – samt Erfahrungsberichten, Bewertungen und Kontaktdaten. Wenn Sie möchten können wir aber auch den passenden Anbieter für Sie heraussuchen.

Vorteile bei der Suche mit 24h-Pflege-Check.de

Wir unterstützen Sie aktiv bei der Suche nach einer Pflegehilfe für die Seniorenbetreuung. Dafür müssen Sie lediglich unseren Online-Fragebogen ausfüllen. Anhand Ihrer Angaben führen unsere Experten eine Bedarfsanalyse durch, an deren Ende sie Ihnen eine passende Anbieterauswahl präsentieren können. Das Formular erfasst dabei die gewünschten Qualifikationen und besonderen Anforderungen an die Pflegekraft: Wie gut müssen die Deutschkenntnisse der Pflegekraft sein? Wie hoch ist der Pflegegrad Ihres Angehörigen? Wie steht es um die Mobilität der zu pflegenden Person?

Zum Schluss des Formulars geben Sie dann Ihre persönlichen Kontaktdaten an. Daraufhin bekommen Sie innerhalb weniger Tage von bis zu drei passenden und geprüften Anbietern ein unverbindliches Angebot. So übernehmen wir für Sie den gesamten Suchprozess und können so den ganzen Vorgang deutlich beschleunigen.

Ihre Vorteile im Überblick

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