Aufgaben 24h-Pflege im Detail

Die Aufgaben einer 24-Stunden-Pflegekraft sind vielfältig. Die Pflegebedürftigen wohnen weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung daheim und möchten natürlich ihre individuellen Bedürfnisse und Lebensweise möglichst beibehalten. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit bzw. je nach Pflegestufe sind die Aufgaben verschieden. Diese Aufgaben sind im Vorfeld mit dem 24h-Pflegeanbieter abzustimmen, sodass eine geeignete Betreuungskraft ausgewählt werden kann. Neben Krankheiten bestimmen insbesondere das Alter, das Gewicht und die Wohnsituation die Aufgaben.

Generell zählen zu den Aufgaben einer 24h-Betreuungskraft:

  1. Grundpflegerische Tätigkeiten (Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung und Lagerung)
  2. Hauswirtschaftliche Versorgung (Kochen, Einkaufen, etc.)
  3. Mobilität (Hilfe beim Aufstehen, Gehen, Stehen, etc.)

1. Aufgaben im Bereich der Grund- bzw. Körperpflege

Eine Kernaufgabe ist die grundlegende und regelmäßig wiederkehrende Körperpflege. Die eigene Körperpflege können viele Pflegebedürftige und Senioren oftmals nicht mehr selbst leisten und sind somit auf Hilfe angewiesen:

Je nach Bedarf werden auch folgende Aufgaben durchgeführt bzw. Hilfestellung geleistet:

2. Aufgaben im Bereich Haushaltshilfe

Ein ordentlicher Haushalt ist die Basis, damit sich Pflegebedürftige daheim wohl fühlen. Aufgrund von Krankheiten oder altersbedingten Einschränkungen, kann es jedoch nötig sein, diese Aufgaben durch eine Betreuungskraft bzw. Haushaltshilfe durchführen zu lassen. Eine 24h-Haushaltshilfe nimmt nach Absprache u.a. die folgenden Aufgaben wahr:

3. Aufgaben im Bereich Mobilität

Im Alter ist Mobilität ist entscheidend, um daheim ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber viele pflegebedürftige Personen tendieren dazu, ihre eigene Beweglichkeit schlecht einzuschätzen und stärker einzuschränken, als es tatsächlich der Fall sein müsste. Oftmals ist es die Angst vor einem Sturz oder falsche Scham.

Deshalb zählt es zu den Aufgaben einer 24h-Betreuungskraft, entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Pflegeperson für eine sichere und ständige Bewegung zu sorgen, u.a. beim:

Das zählt natürlich auch bei Personen, die im Rollstuhl sitzen, denn auch hier ist eine aktivierende Pflege wichtig, also die betreute Person stetig zu motivieren und zu unterstützen, die eigene körperliche Mobilität aufrecht zu erhalten.

Arbeitszeiten einer 24-Stunden-Betreuerin

Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage: „Was genau zählt zur Arbeitszeit?“ Ist die Arbeitszeit nur die tatsächliche Ausübung von Tätigkeiten oder ist die reine Anwesenheit auch Arbeitszeit?

Natürlich bedeutet eine 24-Stunden-Betreuung nicht eine tatsächliche „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“, sondern vielmehr ist es so, dass die Betreuungskraft zwar quasi komplett vor Ort ist, aber einen Großteil der Anwesenheit in sog. Rufbereitschaft ist und natürlich auch Erholungszeiten benötigt. Zudem sind die zu leistenden Stunden durch den Anbieter im Voraus bestmöglich geplant, denn es müssen die Regelungen des Mindestlohn-Gesetzes eingehalten werden.

Die Erholungszeiten und Freizeitgestaltung können individuell abgesprochen werden. Dies geschieht in Abhängigkeit vom Tagesrhythmus der pflegebedürftigen Person und den Betreuungsaufgaben. Ein Tag pro Woche oder zumindest zwei halbe Tage sollten im Optimalfall zur freien Verfügung stehen.

Was zählt nicht zu den Aufgaben einer Betreuungskraft?

Eine 24h-Pflege ist genau genommen ‚nur‘ eine Betreuung, da gewisse Tätigkeiten ausschließlich von Ärzten oder einem ambulanten Pflegedienst mit examinierten Pflegekräften durchgeführt werden dürfen (mehr zu Leistungen und Kosten ambulanter Pflegedienste). Folgende Aufgaben werden bspw. nicht von einer 24h-Betreuerin durchgeführt:

Lesen Sie mehr über das Konzept der 24h-Pflege: